Der Solarparkentwickler und -betreiber ENERPARC kann mit über fünf Jahre erfassten Daten eines beauftragten Planungsbüros sowie zweier KI-gestützter Monitoring-Systeme eindeutig die positive Entwicklung der Feldlerchenpopulation im Freiflächensolarpark Lauterbach (Hessen) belegen.
Die Auswertung der seit Planung der Anlage im Jahr 2018 und ab 2022 nach Abschluss der Bautätigkeit durchgeführten jährlichen Kartierungen zeigt auf, dass sich die 55 Hektar große Fläche zu einem festen Habitat für rund 20 Feldlerchenreviere – nach lediglich vier Revieren vor Projektbeginn – entwickelt hat.
Neben der Feldlerche dient der Solarpark zudem als Nahrungshabitat für gefährdete Arten wie Steinschmätzer, Wachtel, Schwarz- und Braunkehlchen sowie für verschiedene Eidechsenarten. Aus einem intensiv genutzten Acker ist damit ein artenreicher Lebensraum entstanden.
Dr. Fabian Schmalz, Leiter Umweltplanung bei ENERPARC: „Wir erleben aktuell in einigen Gemeinden Deutschlands die Forderung nach immer größeren Ausgleichsflächen – oft aus der Annahme heraus, Solarparks würden Feldlerchen schaden. Die Daten aus Lauterbach widerlegen diese Vermutung eindeutig: Die Feldlerche profitiert, wenn Planung und Pflege stimmen. Genau solche belastbaren Ergebnisse brauchen Länder, Kommunen und Behörden für ihre Entscheidungen.“
Klassisches Monitoring und KI-gestützte Kartierung kombiniert
Bereits vor dem Bau des Solarparks führte das Unternehmen Plan Ö in den Jahren 2018/2019 die erste Kartierung durch. Ab 2022 wurde die Fläche nach Abschluss der Bautätigkeiten jährlich erneut untersucht.
Ergänzend setzte ENERPARC im Jahr 2025 erstmals zwei KI-gestützte Biodiversität-Monitorings der Anbieter Hula Earth und AviCon ein – beide Anbieter konnten unabhängig voneinander ebenfalls nachweisen, dass sich die Fläche zu einem ökologisch wertvollen Lebensraum für die Feldlerche sowie für weitere charakteristische Arten der Offenlandschaft entwickelt hat.
Strategisch in der Anlage platzierte akustische Sensoren zeichneten kontinuierlich die Geräuschkulisse auf. Mithilfe KI-basierter Auswertung und Triangulation konnten Vogelarten identifiziert, Reviermittelpunkte präzise verortet und Aktivitätszonen innerhalb der Anlage sichtbar gemacht werden.
Der Feldversuch gilt als deutschlandweit bislang einzigartig und setzt neue Maßstäbe für die naturschutzfachliche Begleitung von Solarparks – insbesondere mit Blick auf Nachweisführung, Vergleichbarkeit und langfristige Datenerhebung.
Mit dem Pilotprojekt unterstreicht ENERPARC seinen Anspruch, Innovation und Naturschutz konsequent miteinander zu verbinden und die ökologische Qualität von Solarparks messbar weiterzuentwickeln.